Als Muslim auf dem Oktoberfest!

Meine erste Oktoberfest-Erfahrung in Deutschland

Meine erste Erfahrung mit dem Oktoberfest hatte ich 2022, als ich Deutschland zum ersten Mal als Besucher bereiste. Damals lernte ich Deutschland, die Menschen und natürlich auch die deutsche Kultur und ihre Traditionen erst kennen.

Meine deutschen Nachbarn luden mich ein, mit ihnen zu einer Oktoberfest-Veranstaltung in Frankfurt zu gehen. Als wir dort ankamen und ich zum ersten Mal die traditionelle Kleidung sah, musste ich sofort an Pferde und ihre Sättel in meinem ägyptischen Dorf denken. Die Lederhose erinnerte mich irgendwie an das Leder und die Sättel, die ich von dort kannte.

Gleichzeitig war die Kleidung für mich ziemlich ungewohnt. Für uns Ägypter ist es natürlich alles andere als normal, solche Kleidung zu tragen. Ich dachte sogar:

„Wenn meine Mutter mich jemals so sehen würde, würde sie sich wahrscheinlich kaputtlachen!“ 😂

Jetzt denken vielleicht einige von euch: „Oktoberfest in Frankfurt? Echt jetzt? Das Oktoberfest ist doch in München!“ Ja, ich weiß, ich weiß! 😄

Das weltberühmte und ursprüngliche Oktoberfest findet natürlich in München statt. Das Fest, zu dem wir in Frankfurt gingen, war eher eine lokale Veranstaltung im Stil des Oktoberfests. Aber für mich, als jemand, der zum ersten Mal in Deutschland war, war es trotzdem eine tolle Gelegenheit, diese Tradition einmal selbst zu erleben.

Allerdings gab es für mich bei Bier und Essen eine kleine Herausforderung: Ich trinke keinen Alkohol und esse kein Schweinefleisch. Und wenn man an Oktoberfest denkt, gehören Bier und viele traditionelle Fleischgerichte natürlich irgendwie dazu. 😄
Aber keine Sorge – ich habe trotzdem etwas gefunden, das ich essen konnte! Ich habe zum Beispiel eine Brezel und Kartoffelsalat gegessen und dazu Wasser oder Apfelschorle getrunken.

So konnte ich die Atmosphäre genießen und mitmachen, ohne Bier zu trinken oder Schweinefleisch zu essen.
Vielleicht war ich damit nicht gerade der typischste Oktoberfestbesucher – aber dafür wahrscheinlich einer der nüchternsten! 😂
Aber je länger ich dort war, desto mehr entdeckte ich andere interessante Seiten dieser Tradition.
Zum Beispiel gibt es Wettbewerbe wie das Maßkrugstemmen. Dabei halten die Teilnehmer einen Maßkrug mit einem Liter Bier mit ausgestrecktem Arm so lange wie möglich.
Und ja – auch Frauen machen bei solchen Wettbewerben mit! Es gibt dabei unterschiedliche Rekorde und Wettbewerbe für Männer und Frauen.
Ich habe sogar selbst einen Maßkrug in der Hand gehalten – einen ganzen Liter! 😄 Das Foto davon habe ich hier ebenfalls hochgeladen.
Man könnte denken, dass es gar nicht so schwierig ist. Aber wenn man einen vollen Liter mit ausgestrecktem Arm halten muss, merkt man ziemlich schnell, wie schwer das tatsächlich ist!

Im darauffolgenden Jahr, nachdem ich nach Deutschland gezogen war, bekam ich die Gelegenheit, Oktoberfest noch einmal auf eine ganz andere Art zu erleben.
Meine Nachbarn luden mich zu sich nach Hause ein, um gemeinsam mit ihnen und mehreren ihrer Freunde zu feiern. Diesmal war ich also nicht einfach ein Besucher auf einem Fest, sondern Teil einer kleinen Gruppe, die gemeinsam zu Hause feierte. Und dort lernte ich zum ersten Mal etwas kennen, das ich vorher noch nicht erlebt hatte: Bier aus dem Fass. Also Bier, das direkt aus einem Fass gezapft wird.

Es waren diese kleinen Dinge, die die Erfahrung für mich besonders interessant machten: Menschen kommen zusammen, unterhalten sich, lachen, essen und trinken gemeinsam – und man lernt ganz nebenbei neue Menschen und neue Seiten der deutschen Kultur kennen.
Ich selbst trank natürlich weiterhin kein Bier. Aber ich konnte trotzdem teilnehmen, beobachten, Fragen stellen und einfach die Atmosphäre genießen.
Und genau hier begann ich etwas Wichtiges über kulturellen Austausch zu verstehen:
Kulturen müssen nicht gleich sein, damit Menschen einander verstehen können. Manchmal reicht es schon, einen gemeinsamen Moment miteinander zu teilen.

Im Jahr 2022 erlebte ich das Oktoberfest als Besucher, der zum ersten Mal nach Deutschland gekommen war.

Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich weniger als ein Jahr später, im September 2023, nach Deutschland ziehen und hier ein neues Leben beginnen würde.
Mit der Zeit wurde das Oktoberfest für mich deshalb mehr als nur eine touristische Erfahrung. Ich begann, es durch meine Beziehungen zu meinen Nachbarn und Freunden zu erleben – durch Einladungen nach Hause, gemeinsame Abende und all die kleinen alltäglichen Momente, die man aus keinem Reiseführer wirklich lernen kann.
Heute, wenn ich an meine erste Oktoberfest-Erfahrung zurückdenke, sehe ich darin mehr als nur Bier und traditionelle Kleidung. Es war eines meiner ersten Fenster in das deutsche Leben und die deutsche Kultur von innen.
Und vielleicht ist genau das das Schöne an solchen Erfahrungen: Man beginnt als Gast, wird mit der Zeit Teil einer Gemeinschaft und lernt dabei, dass hinter jeder Tradition nicht nur eine Geschichte und eine Kultur stehen, sondern vor allem Menschen, denen man begegnen und mit denen man etwas teilen kann.
Für mich war das Oktoberfest deshalb nicht einfach nur ein Fest.
Es war eine meiner ersten echten Begegnungen mit Deutschland.

Vielen Dank an alle, die mit Interesse lesen und offen bleiben – das bedeutet mir wirklich viel. Teilt gerne eure Gedanken und Erfahrungen – ich freue mich auf den Austausch! 🙂 Ma’assalama ( Auf wiedersehen) 🌙✨
P.S.: Der Text wurde von einer KI korrigiert, aber der Inhalt wurde von mir selbst verfasst, Ragab Kamal Abouhalima, Doktorand an der Philipps-Universität Marburg.
Ragab Kamal Abouhalima

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